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Datenbanken

Bundeslebensmittelschlüssel

Der Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) ist die nationale Nährstoffdatenbank der Bundesrepublik Deutschland. Er wurde als Standardinstrument zur Auswertung der Energie-  und Nährstoffzufuhr von ernährungsepidemiologischen Studien und Verzehrserhebungen entwickelt. Die Pflege und Weiterentwicklung des BLS gehört seit Mai 2004 zum Aufgabenbereich des Max Rubner-Instituts.

Im BLS sind die Nährstoffwerte von fast 15.000 Lebensmitteln erfasst. Analysierte Nährstoffwerte liegen für etwa 1.200 vorwiegend unverarbeitete Lebensmittel vor. Um die Datenqualität des BLS zu sichern, wird der gesamte Datenbestand kontinuierlich systematisch überprüft und überarbeitet. Aktualisierte Nährstoffdaten einzelner Lebensmittel werden sowohl durch Literaturrecherchen und MRI-interne Laboranalysen als auch durch Kooperationen mit nationalen und internationalen Partner  gewonnen.

Bei verzehrsfertig zubereiteten Gerichten ist eine vollständige Laboranalyse oft zu zeit- und kostenintensiv, so dass hier eine Nährstoffberechnung auf Grundlage der analysierten Nährstoffdaten der einzelnen Zutaten erfolgt. Dazu werden Nährstofferhaltungs- und Gewichtsausbeutefaktoren eingesetzt, die maßgeblich am MRI entwickelt wurden.

Derzeit wird der BLS insbesondere auf den Bedarf der aktuell geplanten Nationalen Verzehrsstudie III ausgerichtet, z. B. durch die gezielte Überarbeitung der Nährstoffdaten von häufig verzehrten Lebensmitteln, durch die Erweiterung des BLS um eine Variable für zugesetzten Zucker und die Aktualisierung angereicherter Produkte. Zudem erfolgen eine marktorientierte Anpassung der Lebensmittelauswahl und die Weiterentwicklung der Berechnungssoftware.

Weiterführende Informationen zu den Lizenzmodellen, sowie  den Liefer- und Nutzungsbedingungen finden sich unter auf der BLS-Internetseite - www.blsdb.de.