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Historie

Bundesforschungsanstalt für Ernährung

Historisches Foto - Ehemaliges Gebäude in der Engesserstraße auf dem Gelände der Universität Karlsruhe
Ehemaliges Gebäude in der Engesserstraße
auf dem Gelände der Universität Karlsruhe

Die Ursprünge des Karlsruher Standorts der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel reichen in die 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück, in denen sich an der Universität Karlsruhe (damals "Technische Hochschule") ein Zentrum der Kälteforschung in Deutschland entwickelt hatte.

1936 gründete Professor Rudolf Plank, der grundlegende Arbeiten über die Kaltlagerung von Lebensmitteln durchgeführt hatte, das "Reichsinstitut für Lebensmittelfrischhaltung".

Erster Direktor war Rudolf Heiss. Nach dem 2. Weltkrieg übernahm die Bundesregierung das Landesinstitut, das in "Bundesforschungsanstalt für Lebensmittelfrischhaltung" umbenannt wurde. Unter der Leitung von Professor Johann Kuprianoff erweiterte sich das Arbeitsgebiet der Anstalt von der Kälteforschung zur Lebensmitteltechnologie allgemein; die Zahl der Mitarbeiter stieg von 20 im Jahre 1950 auf 140 im Jahre 1970. Eine Erweiterung der Gebäude auf dem Universitätsgelände war nicht möglich; als weitere Laboratorien und technische Einrichtungen für ein größeres Forschungsprogramm zur Lebensmittelbestrahlung, zur Anwendung der Isotopentechnik und zur Umweltradioaktivität benötigt wurden, wurde ein zusätzliches Gebäude auf dem Gelände des  Kernforschungszentrums Karlsruhe in Betrieb genommen.

Bereits 1974 hatte das damalige Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eine größere Reorganisation seiner Forschungseinrichtungen beschlossen. Die Forschungsanstalt in Karlsruhe, die Bundesforschungsanstalt für Hauswirtschaft in Stuttgart-Hohenheim und die Bundesanstalt für Qualitätsforschung pflanzlicher Erzeugnisse in Geisenheim bildeten die neue Bundesforschungsanstalt für Ernährung (BFE) mit Hauptsitz in Karlsruhe. In Verbindung mit Untersuchungen bestrahlter Lebensmittel waren auch ernährungswissenschaftliche und toxikologische Studien durchgeführt worden, die später auf nicht strahlen-spezifische Gebiete ausgedehnt wurden und zur Neuorientierung und schließlich Umbenennung von Instituten führten.
Die Verteilung der Forschungsaktivitäten auf mehrere Orte war von Anfang an als ein Hindernis der Kooperation empfunden worden; deshalb bemühte man sich um ein geeignetes Gebäude in Karlsruhe, in dem alle Einheiten untergebracht werden können. Ein Grundstück in der Haid-und-Neu-Straße nahe der Universität wurde erworben und mit den Bauarbeiten 1992 begonnen. Im Herbst 1998 wurde das neue Gebäude bezogen.