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Institut für pflanzliche Lebensmittel

Im Fokus des Instituts für pflanzliche Lebensmittel stehen die Sicherheit und Qualität von Obst, Gemüse, Getreide, Kartoffeln, Leguminosen, Ölsaaten und -früchten und weiteren pflanzlichen Lebensmitteln sowie daraus hergestellten Produkten. Dabei werden sowohl erwünschte Inhaltsstoffe als auch unerwünschte Stoffe erforscht, darunter Kontaminanten sowie pilzliche Schaderreger, die während der Lagerung und Verarbeitung auftreten können. Die Analyse erwünschter Inhaltsstoffe erlaubt Rückschlüsse auf die Zusammensetzung pflanzlicher Lebensmittel sowie die Auswirkungen von technologischen Verarbeitungsprozessen. Demgegenüber bildet die Untersuchung unerwünschter Stoffe die Basis für die Entwicklung von Strategien, mit denen sich Schadstoffe, pilzliche Verderbserreger und deren Toxine entlang der Wertschöpfungskette vermeiden oder minimieren lassen. Auf Grundlage des Agrarstatistikgesetzes ist das Institut für pflanzliche Lebensmittel im Rahmen der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE) jährlich damit beauftragt, die Verarbeitungsqualität sowie die Gehalte an unerwünschten Stoffen im deutschen Brotgetreide zu erfassen. Zudem führen Mitarbeitende des Instituts die Wertprüfung von Getreide für das Bundessortenamt durch. Weitere Aufgaben umfassen Nährstoffanalysen, beispielsweise für den Bundeslebensmittelschlüssel, die Entwicklung instrumentell-analytischer Methoden sowie die Identifizierung von Biomarkern, die Rückschlüsse auf den Verzehr pflanzlicher Lebensmittel ermöglichen. Ökologische Produktion und Klimaresilienz bilden Forschungsschwerpunkte mit hoher Relevanz. In Hinblick auf eine nachhaltige Prozess- und Produktqualität sind unter anderem die Verbesserung der Produktbeschaffenheit und die Reformulierung von Lebensmitteln weitere wichtige Themen.