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Ernährungserhebung in der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland

Das Nationale Ernährungsmonitoring (nemo) setzt sich aus mehreren Untersuchungsteilen zusammen. Zum Auftakt von nemo wurden Online-Befragungen für Erwachsene, Kinder und Jugendliche durchgeführt. Nun startet ein weiterer Teil von nemo: eine Studie, bei der die Teilnehmenden persönlich und telefonisch interviewt sowie körperlich untersucht werden. Erfasst werden unter anderem Lebensmittelverzehr, Ernährungsgewohnheiten, die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sowie Körpermaße. Über Bioproben wird zudem die Versorgung mit bestimmten Nährstoffen ermittelt, beispielsweise Vitamin D und Jod. Untersucht werden Erwachsene zwischen 18 und 80 Jahren – und in einem weiteren Untersuchungsteil zukünftig Kinder ab einem Jahr.

Im Rahmen der nun gestarteten nemo-Studie werden bis Juni 2027 mehr als 3.000 Erwachsene durch ein Zufallsverfahren zur Teilnahme ausgewählt, untersucht und zu ihrer Ernährung befragt.

Ziel der Erhebung ist es, aktuelle Daten zu Lebensmittelverzehr, Nährstoffzufuhr und Nährstoffstatus der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland zu gewinnen.

Die nemo-Studie wird an 120 nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Orten in Deutschland durchgeführt. Für die Auswahl dieser Orte sind unter anderem Kriterien wie die Bevölkerungsdichte in den Bundesländern und die Gemeindegrößen wichtig. Die zufällig ausgewählten Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer werden aus den Adressregistern der Einwohnermeldeämter gezogen und erhalten ein Einladungsschreiben.

Die Studienteilnahme erfolgt von zu Hause aus und umfasst drei Teile:

  1. Bei einem ersten Hausbesuch werden die Teilnehmenden von Interviewerinnen und Interviewern zu sozidemografischen Merkmalen (zum Beispiel Haushaltgröße oder Schulbildung), ihrer Ernährungssituation (zum Beispiel vegetarische oder vegane Ernährungsweise oder Kauf von Bioprodukten) und ihrer körperlichen Aktivität befragt. Außerdem werden Körpergröße, Körpergewicht und Taillenumfang gemessen.
  2. Anschließend erfolgen in einem Zeitraum von bis zu sechs Wochen zwei telefonische Ernährungsinterviews. Dabei werden die Teilnehmenden unter anderem detailliert über ihren Lebensmittelverzehr und die Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel befragt.
  3. Nach den beiden Telefoninterviews bekommen die Teilnehmenden ein zweites Mal zu Hause Besuch – diesmal von medizinischem Fachpersonal. Anhand einer Urin- und Blutprobe wird der Nährstoffstatus bestimmt (Blut: Eisen, Folsäure, Selen, Vitamin D, Vitamin B12; Spontanurin: Jod, Natrium und Kalium).

Die Teilnehmenden erhalten auf Wunsch ausgewählte Ergebnisse zu ihrem Nährstoffstatus, ein kleines Geschenk und eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 55 Euro bei vollständiger Teilnahme.

Für die Durchführung der Ernährungsinterviews und der Hausbesuche hat das Max Rubner-Institut das Marktforschungsinstitut Oracle Life Sciences beauftragt.

Ergebnisse aus den Fragebögen, den anthropometrischen Messungen und Bioproben sollen ab Anfang 2028 vorliegen, Ergebnisse aus den Verzehrsdaten ab Mitte 2028.