Online-Befragung zum Ernährungsverhalten der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland
Die nemo -Studie (nemo steht für Nationales Ernährungsmonitoring) startete mit einer Online-Befragung. Gefragt wurden dabei rund 3.150 deutschsprachige, in Privathaushalten lebende Erwachsene im Alter zwischen 18 bis 80 Jahren. Mit der Durchführung der Studie wurde die Gesellschaft für Innovative Marktforschung mbH (GIM) vom Max Rubner-Institut beauftragt. Die Umfrageteilnehmenden wurden aus zwei Online-Access-Panels (Payback und GIMpulse) rekrutiert. Die Stichprobe ist bevölkerungsrepräsentativ für Deutschland hinsichtlich der Kriterien Geschlecht, Alter, Bundesland und Schulbildung (Bezug: aktueller Mikrozensus). Durch die Kombination beider Panels, die ihre Panelisten und Panelistinnen auf unterschiedliche Art und Weise offline rekrutieren, wurde sichergestellt, dass für die Online-Befragung ein repräsentatives Abbild der Bevölkerung gezogen wird. Aus diesem Grund war es auch nicht möglich, sich selbständig zur Teilnahme zu melden. Mögliche Ab-weichungen zu den Referenzdaten des Mikrozensus wurden über Gewichtungen ausgeglichen.
Der Online-Fragebogen umfasste Fragen zu Ernährungsgewohnheiten, Lebensmitteleinkauf, besonderen Ernährungsweisen und weiteren aktuellen Ernährungsthemen. Beispielsweise wurde abgefragt, wie oft eine bestimmte Lebensmittelgruppe verzehrt wird, welche Ernährungsform praktiziert wird und wie lange sowie welche Informationsquellen zum Thema Ernährung herangezogen werden. Die Befragung dauerte ca. 25 Minuten.
Die Erhebung erfolgte im Zeitraum September-November 2024, erste Ergebnisse liegen jetzt vor. Sie basieren auf deskriptiven Vergleichen zwischen verschiedenen Gruppen, zum Beispiel zwischen Männern und Frauen oder zwischen unterschiedlichen Altersgruppen. Das Ziel dieser Auswertung ist zunächst ein grundlegendes Bild über die Verteilung zentraler Merkmale zu vermitteln. Der Bericht fokussiert sich auf die Darstellung von deutlich er-kennbaren Unterschieden zwischen den Vergleichsgruppen, ohne dass eine Signifikanztestung durchgeführt wurde. Die dargestellten Abweichungen sollten daher nicht als statistisch gesichert interpretiert werden, sondern als deskriptive Tendenzen. In einem nächsten Schritt sollen mögliche Unterschiede und Zusammenhänge in vertiefenden Analysen systematisch geprüft werden.