Max Rubner-Institut (MRI)

Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel
Forschung für eine gesunde Ernährung – über alle Lebensphasen hinweg
Das Max Rubner-Institut (MRI) ist die Forschungs- und Beratungseinrichtung des Bundes im Bereich Ernährung und Lebensmittel und gehört zur Ressortforschung des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). Seine Aufgabe ist es, mit hochwertiger Forschung und kompetenter Beratung der Politik wissenschaftliche Entscheidungshilfe zu bieten. Wissenschaftliche Unabhängigkeit, Objektivität und hohe Kompetenz in den Bereichen Ernährung und Lebensmittel sind die Grundlagen zur Erfüllung dieser Aufgabe.
Der Hauptsitz des MRI ist in Karlsruhe; weitere Standorte sind Detmold, Kulmbach und Kiel. In Schädtbek, nahe Kiel, ist eine Versuchsstation mit Milchkühen angesiedelt. In fünf Instituten und zwei Zentren forscht das MRI vernetzt, interdisziplinär und in nationalen und internationalen Kooperationen.
Forschungsschwerpunkt des MRI ist der gesundheitliche Verbraucherschutz. Dies beinhaltet Grundlagenforschung ebenso wie angewandte Forschung – praxisnah und ergebnisorientiert. Die Arbeiten umfassen die Bereiche Qualität, Sicherheit und Authentizität von Lebensmitteln sowie ausgewogene und nachhaltige Ernährung. Dabei werden insbesondere auch Bevölkerungsgruppen in Lebensphasen mit spezifischen Ansprüchen berücksichtigt, vom Säugling bis zu zum alten Menschen.
Vom Lebensmittel bis zum Ernährungsmuster
Von entscheidender Bedeutung für die Forschungsarbeiten am MRI ist die Gesamtbetrachtung der Lebensmittel: von der Produktion über die Verarbeitung bis zu ihrem Verzehr. Arbeiten in den Bereichen Lebensmittelsicherheit, Hygiene und Qualitätsforschung schließen Untersuchungen über erwünschte Inhaltsstoffe und die Vermeidung unerwünschter Stoffe ein. Aspekte der nachhaltigen Ernährung und der Ernährungssicherung werden unter anderem in Forschungsarbeiten zu alternativen Proteinquellen betrachtet.
Die ernährungsphysiologischen und gesundheitlichen Wirkungen im Körper werden von der molekularen und zellulären Ebene bis hin zum Gesamtorganismus betrachtet. Eine besondere Bedeutung hat die Untersuchung des Ernährungsverhaltens und der Blick auf verschiedene Ernährungsmuster – über alle Lebensphasen hinweg.
Am Humanstudienzentrum des MRI am Standort Karlsruhe werden wichtige Studien zu den gesundheitlichen Vor- und Nachteilen von Lebensmitteln und Ernährungsmustern durchgeführt. Die Ergebnisse dienen dazu, Empfehlungen für eine gesunde Ernährung abzuleiten.
Das MRI ist zuständig für das altersübergreifende Nationale Ernährungsmonitoring (nemo), mit dem repräsentative Daten zu Ernährungsverhalten, Lebensmittelverzehr, Nährstoffzufuhr und Nährstoffstatus der Bevölkerung erhoben werden. Das vom MRI durchgeführte Produktmonitoring, mit dem die Energie-, Zucker-, Fett- und Salzgehalte von Fertigprodukten erfasst werden, ist eine wichtige Säule der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie der Bundesregierung. Das MRI betreut zudem den Bundeslebensmittelschlüssel (BLS). Diese Datenbank enthält die durchschnittlichen Nährstoffdaten und Energiegehalte von mehr als 7.000 Lebensmitteln und Gerichten und ist nicht zuletzt die Grundlage für die Berechnung der Nährstoffzufuhr aus Ernährungserhebungen wie nemo.
Kooperationen
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des MRI sind in vielfältiger Weise in nationale und internationale Forschungsprogramme eingebunden sowie in nationalen und internationalen Gremien und Behörden vertreten. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit den anderen Ressortforschungseinrichtungen des BMLEH sowie mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung und der universitären wie außeruniversitären Forschung.
Der Namensgeber Max Rubner
Der Namensgeber Max Rubner (1854-1932) war Mediziner und Physiologe und legte mit seinen Arbeiten den Grundstein der modernen Ernährungswissenschaft. Max Rubner schuf mit seinen experimentellen Arbeiten über den Energiegehalt von Nährstoffen die Grundlagen für die noch immer gültigen Kalorientabellen. Die von ihm bearbeitete Thematik der Energiebilanzen ist heute aktueller denn je.