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Produktmonitoring

Produktmonitoring

Einkaufswagen mit Einkäufen von hinten, der am Kühlregal vorbei geschoben wird
© iStockphoto.com/ Minerva Studio

Im Rahmen der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie der Bundesregierung hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) das Max Rubner-Institut mit einem Produktmonitoring beauftragt, mit dessen Hilfe untersucht wird, ob und wie sich die Zucker-, Fett-, Salz- und Energiegehalte von Fertigprodukten im Zeitverlauf verändern. Bei diesen sich wiederholenden Erhebungen liegt ein besonderes Augenmerk auf den Produkten, die aufgrund der Verpackung oder anderer Kriterien, etwa der Gestaltung des Produktes selbst, gezielt Kinder ansprechen. Bei den Produkten mit Kinderoptik und den Erfrischungsgetränken wird zudem anhand der Zutatenlisten geprüft, ob neben Zucker auch andere Süßungsmittel eingesetzt werden.

Das MRI erfasste im Rahmen einer Basiserhebung 2016 die Zucker-, Fett-, Salz- und Energiegehalte von 18 Produktgruppen mit insgesamt 12.500 Produkten. Im Jahr 2018 folgte die Basiserhebung für Erfrischungsgetränke. Mit dem Produktmonitoring 2019 liegen nun aktuelle Daten für Joghurtzubereitungen, gesüßte Quarkzubereitungen, Frühstückscerealien, Erfrischungsgetränke und Tiefkühlpizzen als Folgeerhebung vor, die einen Vergleich mit den 2016 bzw. 2018 erhobenen Basisdaten ermöglichen. Für trinkbare Milchmischerzeugnisse auf der Basis von Milch oder Joghurt wurde zudem eine weitere Basiserhebung durchgeführt, damit in Zukunft auch für diese Produktgruppe wissenschaftlich fundiert Veränderungen festgestellt werden können.

Neben der Breite des Produktspektrums, das einen großen Teil des Gesamtmarktes und damit auch Nischenprodukte oder Produkte, die neu auf den Markt gekommen sind, abdeckt, wurden beim Produktmonitoring 2019 auch die marktrelevanten Produkte, also die Produkte, die von den Verbraucherinnen und Verbrauchern besonders gerne gekauft werden, untersucht. Basis hierfür sind Daten zu Kaufhäufigkeiten und eingekauften Mengen eines repräsentativen Haushaltspanels von 30.000 Haushalten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Mit der aktuellen Version 2.0 des Ergebnisberichts zum Produktmonitoring 2019 liegt nun eine ergänzte und redaktionell überarbeitete Ausgabe des Berichts vom März 2020 vor. Neu ist dabei unter anderem, dass Auswertungen auf der Ebene der Produktgruppen vorgenommen wurden. Hierfür wurden beispielsweise alle Joghurtzubereitungen, Erfrischungsgetränke oder Frühstückscerealien zu jeweils einer Gesamtgruppe zusammengefasst. Im Ergebnisbericht vom März 2019 waren bisher ausschließlich Ergebnisse für die einzelnen Produktuntergruppen dargestellt, beispielsweise Fruchtjoghurts oder Energy-Drinks. Weiterhin sind in der neuen Berichtsversion für alle untersuchten Produktgruppen auch Auswertungen zu den Gehalten an Fett und gesättigten Fettsäuren zu finden.

Für die gesüßten Milchprodukte liegen mit der Version 2.0 des Ergebnisberichts neue Ergebnisse zu den Joghurtzubereitungen, Quarkzubereitungen und trinkbaren Milchmischerzeugnissen mit Kinderoptik auf der Basis von größeren Stichproben vor. Dies wurde dadurch möglich, dass mehrere Produkte, deren Nährwertdaten 2019 erhoben wurden, nun zweifelsfrei den Produkten mit Kinderoptik zugeordnet werden konnten.

Nicht zuletzt wurden Ergebnisse der Produktgruppe „Fruchthaltige Getränke mit Zuckerzusatz“ neu in die Berichtsversion 2.0 aufgenommen.

Durch die ergänzenden Auswertungen werden neue Aspekte des Produktmonitorings aufgezeigt und es werden noch umfassendere Vergleiche zwischen den Basiserhebungen 2016 und 2018 und der Folgeerhebung 2019 ermöglicht. Die Berichtsversion 2.0 komplettiert damit das Bild bezüglich der Veränderungen der Energie- und Nährstoffgehalte der verschiedenen Produktgruppen und Produktuntergruppen.