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Institut für tierische Lebensmittel

Der Fokus des Instituts für tierische Lebensmittel liegt auf der Sicherheit und Qualität von Fleisch, Eiern, Milch, Fisch und weiteren aquatischen Lebensmitteln sowie daraus hergestellten Produkten. Die Forschungsarbeiten beziehen die gesamte Prozesskette ein. Auf Ebene der Primärproduktion stehen chemische und hygienische Aspekte im Vordergrund. Damit tierische Lebensmittel unter realen Bedingungen hergestellt, verarbeitet und untersucht werden können, nutzen Forschende verschiedene Technika sowie eine Versuchsstation. Zum Einsatz kommen moderne analytische Methoden wie Proteomik, Metabolomik und fortgeschrittene bildgebende Verfahren. Mit ihnen werden stoffliche Veränderungen während der Verarbeitung untersucht, die Wirkung von Inhalts- und Zusatzstoffen charakterisiert sowie der Einfluss verschiedener Technologien auf Qualität, Funktionalität und Produkteigenschaften bewertet. Einen weiteren Forschungsschwerpunkt bilden Umwelt- und Prozesskontaminanten, beispielsweise Per- und Polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS), pflanzliche und pilzliche Toxine, sowie deren Transfer aus Futtermitteln in tierische Lebensmittel. Zudem werden wertgebende Produktparameter, wie Proteine, Fette, Mineralstoffe und Vitamine, sowie deren Veränderungen im Verarbeitungsprozess analysiert. Das Institut für tierische Lebensmittel übernimmt des Weiteren eine Reihe gesetzlicher und amtlicher Aufgaben. Dazu gehören Arbeiten der Nationalen Referenzlabore Fremdwasser (Wassergehalt bei Geflügelfleisch) und Anisakis (Nachweis bestimmter Rundwürmer in Fischen), der Leitstelle zur Überwachung der Umweltradioaktivität sowie Aufgaben gemäß verschiedener Milch-, Fett- und Margarinegesetze. Das Institut unterstützt die amtliche Handelsklassenkontrolle, beteiligt sich an der Zulassung von Verfahren und Geräten zur Klassifizierung von Schlachtkörpern und trägt zur Entwicklung von Produktstandards und zur Marktordnung bei. Mit der Versuchsstation Schädtbek ist es zudem Baustein eines übergreifenden virtuellen Modellstandorts für resiliente Landwirtschaft im Ressortbereich.