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Nationale Stillkommission

Stillen und Infektion mit COVID-19

Stellungnahme der Nationalen Stillkommission vom 11. März 2020,
Aktualisierung: 13. August 2020

Der Hauptübertragungsweg von COVID-19 ist die Tröpfcheninfektion, d. h., wenn virushaltige Tröpfchen aus dem Rachenraum oder dem Atmungstrakt beim Niesen, Husten oder Sprechen durch winzige Speichel-Tröpfchen an die Luft gelangen und anschließend von einem anderen Menschen eingeatmet oder aufgenommen werden.

Es ist derzeit unklar, ob COVID-19 über die Muttermilch übertragen werden kann, aber die begrenzt verfügbaren Daten legen nahe, dass dies wahrscheinlich keine Übertragungsquelle ist. Hauptrisikofaktor für eine Übertragung beim Stillen ist der enge Hautkontakt.
Die Vorteile des Stillens überwiegen, so dass das Stillen auch COVID-19 erkrankten Müttern unter Einhaltung der erforderlichen Hygienemaßnahmen empfohlen wird.

Mütter, die mit COVID-19 infiziert oder möglicherweise infiziert sind, sollten beim Stillen durch gründliches Händewaschen vor und nach dem Kontakt mit dem Kind und durch Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes eine Virusübertragung durch Tröpfcheninfektion verhindern.
Diese Hygienemaßnahmen sind in Verbindung mit dem Reinigen/Desinfizieren von kontaminierten Oberflächen generell für den Umgang von infizierten oder möglicherweise infizierten Personen mit Kindern empfohlen.

Wenn eine an COVID-19 erkrankte Mutter nicht in der Lage ist, ihr Kind zu stillen, ist besondere Unterstützung erforderlich. Die Muttermilch kann auch abgepumpt und über eine weitere Person an den Säugling verfüttert werden. Auch hierbei sollte auf die Hygiene geachtet und Pumpe sowie Fläschchen sollten nach dem Gebrauch sterilisiert werden.

Quellen


Stellungnahme "Stillen und Infektion mit COVID-19" als pdf-Datei