Bericht über den Kurs für Still- und Laktationsmedizin zum 32. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Perinatalmedizin
Stillen ist mit positiven gesundheitlichen Effekten für Kind und Mutter verbunden, und die ersten Tage nach der Geburt sind entscheidend für einen erfolgreichen Stillbeginn. Die vorliegende Studie analysiert Daten der bundesweiten Perinatalerhebung (Qualitätssicherungsverfahren Perinatalmedizin gemäß § 136 SGB V des Gemeinsamen Bundesausschusses) aus dem Erhebungsjahr 2021 zur Ernährung von 656.907 Neugeborenen bei Entlassung oder Verlegung aus der Geburtsklinik und untersucht Stillraten sowie prä- und perinatale Einflussfaktoren. Dabei wurden 75,4 % der Neugeborenen ausschließlich gestillt, 18 % teilweise und 6,6 % ausschließlich mit Säuglingsnahrung ernährt. Die Daten zeigen, dass zwar über 90 % der Neugeborenen in Deutschland bei Entlassung oder Verlegung aus der Geburtsklinik zumindest teilweise Frauenmilch erhielten, jedoch etwa jedes vierte Kind entgegen den aktuellen Empfehlungen nicht ausschließlich gestillt wurde. Somit sind weitere Anstrengungen erforderlich, um die Rate des ausschließlichen Stillens in Krankenhäusern zu steigern, wobei bestimmte Gruppen von Frauen besonders von gezielten Maßnahmen profitieren könnten.
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Deutsche Hebammen Zeitschrift: 32. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Perinatalmedizin - Stillen für Fortgeschrittene