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Institut für Sicherheit und Qualität bei Obst und Gemüse

Wie beeinflusst die Kaliumversorgung die Qualität von Tomaten?

Fotocollage von drei Kirschtomatensorten mit unterschiedlichem Reifegrad
© Universität Göttingen

Die Tomate ist, gemessen am Verzehr und an der wirtschaftlichen Bedeutung, deutschlandweit und international die wichtigste Gemüsepflanze. Zwar erfolgt der größte Teil der Tomatenproduktion im  kommerziellen Bereich, jedoch ist der Tomatenanbau auch bei privaten Kleingärtnern sehr beliebt – wegen des hervorragenden Geschmacks der Früchte und der erstaunlichen Sortenvielfalt.

Die Versorgung mit Mineralien wie Kalium hat großen Einfluss auf das Wachstum und den Ertrag von Pflanzen, so auch bei Tomaten. Es ist jedoch bisher wenig darüber bekannt, welche Auswirkungen die Kaliumversorgung auf die verschiedenen Inhaltsstoffe der Tomatenfrucht und damit auf die Fruchtqualität hat. Initiiert von der Arbeitsgruppe von Frau Prof. Elke Pawelzik (Abteilung Qualität pflanzlicher Erzeugnisse, Department für Nutzpflanzenwissenschaften, Universität Göttingen), die sich seit vielen Jahren mit derartigen Fragestellungen beschäftigt, geht das Institut für Sicherheit und Qualität bei Obst und Gemüse des Max Rubner-Instituts nun gemeinsam mit den Göttinger Kollegen folgenden Fragen auf den Grund: Beeinflusst die Kaliumversorgung wichtige Enzymaktivitäten im zentralen Stoffwechsel und damit den Zucker-, Säure- oder Aminosäuregehalt der Tomaten? Führt eine erhöhte oder erniedrigte Kaliumversorgung zu veränderten Gehalten an Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen wie z.B. Carotinoiden? Wie verhalten sich diesbezüglich die verschiedenen Sorten?

Zu diesem Zweck werden in Göttingen Feldversuche mit Kirschtomaten-Sorten und verschiedenen Kalium-Düngungsstufen durchgeführt. Anschließend werden sowohl in Karlsruhe als auch Göttingen die Gehalte von Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen mithilfe gerichteter HPLC-Methoden bestimmt. Im Institut für Sicherheit und Qualität bei Obst und Gemüse erfolgt zudem eine ungerichtete Metabolomanalyse mit Hilfe der umfassenden zweidimensionalen Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC×GC-MS). Ziel des Projektes ist es, die Auswirkungen der Kaliumversorgung auf die Fruchtqualität verschiedener Tomatensorten möglichst umfassend zu beschreiben.