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Zukunftstage Lebensmittel

Meldungen

Die Zukunft der Ernährungswirtschaft standen im Herbst in Kulmbach im Mittelpunkt der Veranstaltung „Zukunftstage Lebensmittel“. Wobei acht vorab entwickelte Szenarien nahe legten, hier vielmehr über die „Zukünfte“ zu sprechen. Vorträge und Diskussionen boten den Teilnehmern der zweitägigen, vom Bayerischen Cluster Ernährung, dem Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) und dem Max Rubner-Institut organisierten Tagung, ein abwechslungsreiches und interessantes Programm.

Dr. Alexander Fink von der ScMI AG stellte am ersten Tag das Kernstück der Veranstaltung vor: Die acht eigens für die Zukunftstage Lebensmittel entwickelten Szenarien. Er betonte, dass es nicht "die eine" Zukunft gibt. Das Ziel von Szenarien sei es vielmehr, über mögliche Zukünfte nachzudenken – ohne diese vorhersagen zu wollen. In Abhängigkeit von gesellschaftspolitischen Faktoren wie  Regulierungen in der Umweltpolitik, Entwicklungen in der Außen- aber auch Infrastrukturpolitik, der Digitalisierung und Innovationen ergaben sich acht mögliche Szenarien für die Zukunft. Die Landkarte der Zukunft mag geprägt sein, dass die „Versorgung“, der „Verzicht“, oder der „Export“, bzw. die „Digitalisierung“ oder die „Effizienz“ im Vordergrund stehen. Aber auch Zukunftsbilder bei denen es überwiegend um „Regionale Vielfalt“ oder das Motto „Global und Fair“ geht, sind im Rahmen des Möglichen. Jedes Szenario hat seinen eigenen Wissens und Forschungsbedarf und um mit den Worten von Dr. Alexander Fink zu sprechen: "Die Zukunft darf uns überraschen – aber sie soll uns nicht überrumpeln."

Während der Veranstaltung hatten die über hundert Teilnehmenden die Möglichkeit die Szenarien anhand einer Reihe ausgewählter Fragen per Abstimmung via Smartphone zu bewerten. Dabei stellte sich heraus, dass die Teilnehmer die Zukunftsbilder als die wahrscheinlichsten ansahen, bei denen eine breite Innovation mit zunehmenden Digitalisierungsgrad einhergeht. Große Unsicherheit bestand jedoch, bezüglich des Regulierungsgrades von Märkten und ob die Innovationen eher verbraucher- und marktgetrieben werden oder Digitalisierungs-Nischen durchsetzen.

Am Abend empfing die Stadt Kulmbach die Teilnehmer auf der Plassenburg und schuf so einen idealen Rahmen für lebhafte Diskussionen und zur Vernetzung.

Einstieg in wichtige Determinanten der Zukunftsräume

Am zweiten Tag wurden die Szenarien in zwei "Zukunftsräumen" mit unterschiedlicher Ausrichtung auf die Anwendung in der Praxis verdeutlicht. Innerhalb dieser Räume wurden den Teilnehmer die Möglichkeit geboten, in vertieften Diskussionen mit Praktikern, Wissenschaftlern und Politikern wichtige Teilaspekte der Zukunft zu durchdringen. In Zukunftsraum 1 ging es um Verbrauchermotive, regionale Vielfalt und Qualitätsvorgaben. Zur Sprache kamen vorwiegend Praktiker, die das „Regionale Vielfalts-Szenario“ in ihrem Unternehmen mit Erfolg umsetzen sowie Experten, die verdeutlichten, was die Entwicklung in Richtung des Regionalen Vielfaltsszenarios für Unternehmen, Politik und Verbraucher bedeutet. In Zukunftsraum 2 lag der Fokus auf der Bedeutung des Zusammenspiels zwischen Politik, Industrie und Forschung zur Schaffung eines innovativen Umfeldes. Wichtige weitere Diskussionsthemen waren die Wirkung der Freihandelspolitik bzw. des Protektionismus‘ auf die Agrar- und Lebensmittelmärkte.

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