Die neue Leitlinie „Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung“ hat die Förderung des Stillens im ersten Lebensjahr zum Thema. Entwickelt wurde die Leitlinie von Expertinnen und Experten der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und der Deutschen Gesellschaft für Hebammenwissenschaft (DGHWi). Es wird empfohlen, reifgeborene Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensmonat ausschließlich oder überwiegend zu stillen und die Gesamtstilldauer auf mindestens zwölf Monate auszurichten. Dies ist, laut Leitlinie, mit gesundheitlichen Vorteilen für Mutter und Kind verbunden. Die Koordinierungsstelle der Nationalen Strategie zur Stillförderung am Max Rubner-Institut (MRI) hat den Prozess begleitet.
Die Leitlinie wurde nach wissenschaftlichen Standards erstellt. Zugrunde liegt das Regelwerk der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Es stellt die Qualität, Transparenz und Nachvollziehbarkeit medizinischer Leitlinien sicher und gibt beispielsweise vor, wie Wissen aus der Fachliteratur zusammengetragen werden muss und wie Expertinnen und Experten zu einer gemeinsamen Empfehlung finden.
Die Empfehlungen der neuen Leitlinie „Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung“ basieren somit auf einer verlässlichen Grundlage und können Eltern, Hebammen, Ärztinnen und Ärzten und medizinischen Fachkräften eine klare Orientierung beim Thema Stillen geben.
Weiterführende Informationen zur Leitlinie, ihrer Entwicklung und zum Inhalt:
- Leitlinie „Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung“: AWMF Leitlinienregister
- AWMF-Regelwerk
- Nationale Strategie zur Stillförderung auf der Website des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat
