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DLG-Innovation Award „Junge Ideen“ 2025 geht ans MRI

Meldungen

Doktorand Lukas Häfner für Publikation ausgezeichnet

Lukas Häfner, Doktorand am MRI, ist mit dem Innovation Award „Junge Ideen“ 2025 der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) ausgezeichnet worden. Der Bioanalytiker erhielt den Preis für eine Publikation aus seiner Promotionsarbeit, die im „Journal of Agricultural and Food Chemistry“ erschienen ist. Die Veröffentlichung befasst sich mit einer Methode zur Quantifizierung von Fleisch in veganen oder vegetarischen Produkten und überzeugte die Expertenjury durch ihre hohe Praxisrelevanz. Mit dem Innovation Award „Junge Ideen“ fördert die DLG herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler im Bereich Lebensmitteltechnologie.

Häfner befasste sich mit einem Thema, das vor allem angesichts des schnell wachsenden Markts für Fleischersatzprodukte relevant ist. Bei der Herstellung und Verarbeitung von veganen oder vegetarischen Lebensmitteln kann es je nach Produktionsbedingungen zur Kontamination mit Fleisch kommen. Die Hersteller von Fleischersatzprodukten und die Lebensmittelkontrolle benötigen daher eine verlässliche analytische Methode, um dies zuverlässig erkennen zu können.

Im Rahmen seiner Promotionsarbeit entwickelte Häfner ein Verfahren zur Bestimmung von Fleischkontaminationen mittels gewebespezifischer Proteine beziehungsweise deren proteinspezifischer Fragmente, sogenannter Peptide. Dafür identifizierte er neue Markerpeptide und erarbeitet ein Protokoll für die Probenaufarbeitung und die Detektion der Analyten mittels niedrigauflösender, zielgerichteter Flüssigchromatographie und Tandem-Massenspektrometrie (LC-MS/MS). In Testproben (vegane Bratwürste und Burger-Patties mit unterschiedlichen Anteilen an Fleisch von Schwein, Huhn oder Rind) wiesen die ausgewählten Markerpeptide eine sehr hohe Genauigkeit auf. Mit diesen Peptiden ist eine zuverlässige Bestimmung des Fleischgehalts möglich in einem Bereich, der sowohl Kontaminationen als auch absichtliche Beimischungen umspannt. Die analytische Methode eignet sich somit als Routineverfahren zur Prüfung der Authentizität veganer oder vegetarischer Produkte.

 

Wissenschaftliche Publikation

Häfner L, Jira W, Kranz B, Haase I, Bolumar T, Brockmeyer J: A rapid and robust targeted proteomics method for the quantitation of cross-contaminations and adulterations with meat in vegan and vegetarian meat analogues. J Agric Food Chem 73 (18), 11410-11421, 2025, doi: 10.1021/acs.jafc.4c12769

Herr Häfner bei der Preisverleihung der DLG

© DLG/Jaworr