Wer Ballaststoffe kennt, verbindet sie oft mit Vollkorn. Aber reichlich Ballaststoffe finden sich auch in vielen anderen Lebensmitteln, insbesondere in Hülsenfrüchten, faserreichem Gemüse und Obst sowie in Nüssen und Samen. Im Hof des Bundesministeriums für Lebensmittel, Ernährung und Heimat in Berlin präsentiert das MRI im Rahmen des Tags der offenen Tür der Bundesregierung im August Wissen und Wissenschaft rund um das Thema: Vom Ratespiel zum Gehalt an Ballaststoffen in verschiedenen Lebensmitteln, über ein Special zu Getreide und Mahlprodukten bis zur Darstellung, wie man mit wenig Änderungen an ganz normalen Gerichten die Empfehlung von 30 Gramm am Tag erreichen kann – jede Menge Tipps und Informationen auf wissenschaftlicher Basis.
Das Max Rubner-Institut ist mit dem Thema Ballaststoffe eng verbunden: Der Namensgeber des Instituts prägte den Begriff der „Ballaststoffe“. In anderen Ländern werden diese auch als „Faserstoffe“ bezeichnet. Von Rubner ist dieses Zitat überliefert: „Man hätte sich ja doch fragen sollen, ob denn jene 20 Prozent des Kornes, welche man mit der Kleie zu entfernen gewohnt war, in der Tath nicht nur einfachen Ballast für den Magen bilden, wenn sie im Brode mit verzehrt werden …“. Er erkannte, dass dieser Bestandteil der Lebensmittel nicht relevant für deren Energielieferung ist – und tat sie daher als eher unwichtigen „Ballast“ ab. Das MRI knüpft beim Tag der offenen Tür an die Historie an und zeigt vor allem das, was Rubner damals nicht wissen konnte: Ballaststoffe können ungeheuer vieles – nur eben nicht „Energie“.
Einladung zum Tag der offenen Tür 2025 in Berlin | Bundesregierung
