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Max Rubner-Institut

Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel

Gebäude am Hauptstandort Karlsruhe
Hauptstandort Karlsruhe

Können funktionelle Lebensmittel die Erwartungen erfüllen, die in sie gesetzt werden? Nimmt die Belastung von Fisch, Fleisch oder Getreide mit Schadstoffen zu oder ab? Und wie lässt sich die Qualität von Fleisch, Fisch, Milch, Fetten und Ölen, Getreide, Kartoffeln, Obst und Gemüse weiter verbessern und nachhaltig sichern?

Etwa 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen an den vier Standorten des Max Rubner-Instituts zu diesen und vielen weiteren Fragen rund um Ernährung und Lebensmittel. Forschungsschwerpunkt ist der gesundheitliche Verbraucherschutz im Bereich Ernährung.

Die Satzung des Max Rubner-Instituts legt für die Bundesforschungsinstitute im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft folgende Aufgaben fest: „wissenschaftliche Entscheidungshilfen für die Ernährungs-, Landwirtschafts- und Forstwirtschafts- sowie Verbraucherschutzpolitik zu erarbeiten und damit zugleich die wissenschaftlichen Erkenntnisse auf diesen Gebieten zum Nutzen des Gemeinwohls zu erweitern. Im Rahmen dieser Aufgaben sind die Bundesforschungsinstitute wissenschaftlich selbstständig.“

Das Max Rubner-Institut (MRI) hat seinen Forschungsschwerpunkt im gesundheitlichen Verbraucherschutz im Ernährungsbereich. Es berät das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf diesem Gebiet. Gegründet wurde das MRI am 1. Januar 2008. Vorgängereinrichtung war die Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel (BfEL). Neben dem Hauptsitz Karlsruhe hat das Max Rubner-Institut Standorte in Kiel, Detmold und Kulmbach, der Fachbereich Fischqualität ist derzeit noch in Hamburg angesiedelt.

Vier der acht Institute am MRI arbeiten „produktübergreifend“. Produktübergreifende Forschungsschwerpunkte sind: Die Untersuchung der ernährungsphysiologischen und gesundheitlichen Wertigkeit von Lebensmitteln, Arbeiten im Bereich der Lebensmittelsicherheit oder der Bioverfahrenstechnik. Dabei wird die Wirkkette der Ernährung von der molekularen und zellulären Ebene bis hin zum Gesamtorganismus betrachtet. Besondere Bedeutung hat auch die Untersuchung des Ernährungsverhaltens. Die Ergebnisse der produktübergreifenden Forschung sollen dazu
dienen, Empfehlungen für eine gesund erhaltende Ernährung abzuleiten.

Die Forschungsarbeiten der anderen vier Institute beziehen sich auf eine bestimmte Lebensmittelkategorie wie Getreide, Fette und Öle oder Milch, Gemüse und Fleisch.  An diesen Instituten steht die gesamte Lebensmittelkette im Fokus. Die an der Produktionskette orientierte Forschung des MRI hat die Sicherheit und Qualität von Lebensmitteln zum Ziel sowie die Nachhaltigkeit der Lebensmittelproduktion. Dabei reicht der Betrachtungszeitraum von der Ernte oder Erzeugung bis zum Verbraucher.

Das Max Rubner-Institut ist zuständig für die Weiterentwicklung und Durchführung des Nationalen Ernährungsmonitorings und des Bundeslebensmittelschlüssels. Das MRI nimmt hoheitliche Aufgaben im Rahmen des Agrarstatistikgesetzes und des Strahlenvorsorgegesetzes wahr.