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Pressemitteilungen

Wissenschaftler des Max Rubner-Instituts in länderübergreifendes Gremium berufen

Nutri-Score auf wissenschaftlicher Basis weiterentwickeln

Seitdem der Nutri-Score im November 2020 durch die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, eingeführt wurde, können ihn Lebensmittelproduzenten in Deutschland als erweiterte Nährwertkennzeichnung rechtssicher auf der Vorderseite von vorverpackten Produkten verwenden. Auch in weiteren europäischen Ländern, darunter Belgien, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden, Spanien und der Schweiz, bietet der Nutri-Score bereits jetzt oder in naher Zukunft Verbrauchern eine hilfreiche Orientierung beim Vergleich von Produkten innerhalb derselben Produktgruppe.  
Ein Lenkungsausschuss mit Vertretern der Länder, in denen der Nutri-Score bereits eingeführt ist oder in Kürze eingeführt werden soll, koordiniert die weiteren organisatorischen Prozesse rund um Umsetzung und Verwaltung des Nutri-Score. Auch die zugrundeliegende rechnerische Bewertungsgrundlage, der Algorithmus des Nutri-Score, soll weiterentwickelt werden. Unter anderem für diese Aufgabe wurde nun ein unabhängiges wissenschaftliches Gremium berufen, in dem Deutschland von Dr. Benedikt Merz, Wissenschaftler am Max Rubner-Institut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)vertreten wird.
Dr. Merz ist Ernährungswissenschaftler und Epidemiologe und verantwortet am Max Rubner-Institut den Arbeitsbereich, der sich in den vergangenen Jahren bereits intensiv mit Fragestellungen rund um die erweiterte Nährwertkennzeichnung bzw. den Nutri-Score und dessen Bewertungs-Algorithmus beschäftigt hat.
Das erste Mal trafen sich die Mitglieder des wissenschaftlichen Gremiums virtuell am 12. Februar 2021. Aufgabe der Vertreter der sieben darin beteiligten Länder ist es zukünftig, mögliche Anpassungen des Nutri-Score wissenschaftlich fundiert zu erarbeiten und diese dem Lenkungsausschuss vorzuschlagen.

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