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Institut für Physiologie und Biochemie der Ernährung

Lebensmittel und intestinale Mikrobiota

Die Gesamtheit der Mikroorganismen, die den Menschen besiedeln, die sogenannte humane Mikrobiota, wird heute als wichtiger Faktor für die Gesundheit unseres Körpers wahrgenommen. Die Ernährungsweise beeinflusst die Zusammensetzung der intestinalen Mikrobiota (die Mikroorganismen des Darmes), welche ihrerseits einen Anteil an der Versorgung des Körpers mit wichtigen Nährstoffen wie z.B. Vitaminen hat. Die Wechselwirkungen zwischen Ernährung und intestinaler Mikrobiota beeinflussen den Organismus auf vielfältige, teilweise noch unbekannte Weise. Um physiologische Effekte der Mikrobiota nachweisen zu können, untersuchen wir sie hinsichtlich verschiedener Fragestellungen: Welche Stoffe (mikrobielle Metabolite wie z.B. kurzkettige Fettsäuren) werden im Darm aus Lebensmittelinhaltsstoffen gebildet und wie wirken diese auf den Organismus? Welche Wirkung hat die Mikrobiota auf unseren Organismus (v.a. Darmgewebe und Immunsystem)? Welche Rolle spielen Mikroorganismen, die wir mit der Nahrung aufnehmen (Lebensmittel-assoziierte Mikrobiota)? Um den Einfluss der Ernährung auf die Mikrobiota und deren Wechselwirkung mit dem Wirt zu untersuchen, werden in vitro und in vivo (Tiermodell, Mensch) Experimente durchgeführt. Ziel unserer Arbeit ist die Charakterisierung von Wirkmechanismen, die an der Prävention ernährungsmitbedingter Erkrankungen beteiligt sind.

Das Forschungsthema „Mikrobiota“ wird innerhalb des MRI institutsübergreifend bearbeitet. Die Zusammenarbeit der MRI-Institute ermöglicht die Charakterisierung der intestinalen sowie der Lebensmittel-assoziierten Mikrobiota und die Identifizierung Mikrobiota-generierter Metabolitenmuster im Human-Metabolom (Metabolomics).

Projekte
  • Europäisches Netzwerk zur Erforschung der gastrointestinalen Gesundheit - ENGIHR
  • Vollkorn-Studie