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Aktuelles

ICoMST 2019

Internationaler Fleischforschungskongress in Berlin

Unter Federführung des Max Rubner-Instituts wird vom 4. bis 9. August 2019 der 65. Internationale Fleischforscherkongress (ICoMST - International Congress on Meat Science and Technology) im Kongresshotel am Templiner See in Potsdam/Berlin stattfinden. Der Internationale Fleischforscherkongress ist ein Treffpunkt aller Sparten, die rund um das Fleisch und die Fleischerzeugnisse von der Urproduktion bis hin zur Letztverteilerstufe befasst sind, und es werden mehr als 500 Teilnehmer aus allen Erdteilen erwartet.

Gemäß der Satzung des ICoMST soll die Kooperation und der wissenschaftliche Informationsaustausch zwischen der akademischen und der angewandten Forschung im Bereich der Fleischwissenschaft und der Fleischtechnologie verstärkt werden. Dazu ist es notwendig, die neuesten Erkenntnisse in den spezifischen wissenschaftlichen Disziplinen zu kommunizieren, diese kritisch zu hinterfragen und die wichtigsten Ergebnisse für Fleisch als Lebensmittel zu nutzen. Die jährlichen Kongresse sollen ein Forum darstellen, das es erlaubt, unabhängig vom Herkunftsland, der Erfahrung und der wissenschaftlichen Laufbahn der Teilnehmer gemeinsame Projekte zu planen und darüber hinausgehende andere Zusammenarbeiten ins Leben zu rufen.

Im Mittelpunkt des ICoMST stehen thematisch nach wie vor die Fleischforschung und die Fleischtechnologie. Neben der Forschung rund um das „rote Fleisch“ wurde vor einiger Zeit das Geflügel mit Fokus auf die Geflügelfleischprodukte als Thema mit aufgenommen. Aufgrund der zunehmend ausreichenden Versorgung mit Fleisch weltweit sind Themen der Qualität von Fleisch und daraus hergestellten Produkten zunehmend in den Vordergrund gerückt. Dabei spielen natürlich auch Themen der Zuliefererindustrie, der Verpackung und des Maschinenbaus eine wachsende Rolle. In der westlichen Welt sind Themen rund um den Tierschutz und das Tierwohl von hoher Bedeutung, artgerechte Haltung, Betäubung und Schlachtung sind dabei mit zunehmender Wichtigkeit zu nennen. Teilnehmer der Wissenschaft und ebenfalls der Wirtschaft aus Entwicklungs- und Schwellenländern sind in den letzten beiden Jahrzehnten mit wachsender Anzahl bei den „Internationalen Fleischforscherkongressen“ anzutreffen gewesen und die Ihrerseits aufkommenden Problemstellungen sind in die Thematik der verschiedenen durchgeführten Kongresse im Zuge der Globalisierung aufgenommen worden.

Das Motto des ICoMST 2019 lautet „Meat for Diversifying Markets“ und ist den gegenwärtigen weltweiten Entwicklungen im Fleischbereich geschuldet. Detaillierte Ausführungen zu dieser Gesamtthematik sind auf der ICoMST 2019-Webseite www.icomst2019.com nachzulesen. Auf dem Kongressprogramm stehen in diesem Jahr folgende Schwerpunkte im Vordergrund: Verbraucherverhalten und Ethik, Qualität und Sicherheit, Verarbeitetes Fleisch und Fleischanaloga, Tierproduktion, Muskelbiologie und Metabolismus, Aufkommende neue Technologien (u.a. Digitalisierung), Menschliche Ernährung und Nachhaltigkeit. Das detaillierte Programm mit den Titeln der einzelnen Plenarvorträge und den Vortragenden kann über die o.g. Webseite aufgerufen werden.

Von besonderem Interesse für den Forschungsnachwuchs dürfte die „PhD Summer School“ sein (nähere Informationen hierzu folgen im April), die gemeinsam von der Universität Hohenheim und dem MRI zunächst am Standort Kulmbach (Sonntag/Montag/Dienstag) und danach in Hohenheim (Mittwoch/Donnerstag/Freitag) in der Woche vor dem Kongress in Potsdam veranstaltet wird. Bis zu 25 Jungwissenschaftler können sich dafür bewerben. Dabei wird es in Kulmbach um Schlachten und Betäubung gehen, während in Hohenheim neue Verarbeitungstechnologien im Rohwurstbereich theoretisch und praktisch thematisiert werden. Informationen dazu sollen Mitte März auf der Webseite des ICoMST 2019 erscheinen.