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Aktuelles

10 Jahre Grund zu feiern:

Tag der offenen Tür am Max Rubner-Institut in Karlsruhe

Ein Erlebnis für alle Sinne! Am 8. Juli 2018 von 11 bis 17 Uhr sind Interessierte eingeladen, das Max Rubner-Institut von innen kennenzulernen. Es gibt viel zu entdecken, auszuprobieren und zu erleben! Vor 10 Jahren wurde aus vielen Bundesforschungsanstalten ein Max Rubner-Institut, in dem Wissenschaftler an vier Standorten in Deutschland rund um die Themen Ernährung und Lebensmittel forschen. Ein guter Grund, die Türen zu öffnen und gemeinsam mit den Besuchern zu feiern.

Der Tag der offenen Tür zum zehnjährigen Geburtstag steht am Standort Karlsruhe im Zeichen des Namensgebers Max Rubner. Er gilt als Wegbereiter der modernen Ernährungswissenschaften und sah den Gemeinnutzen als wichtigstes Ziel seiner Forschung. Ein wichtiges Forschungsthema war für ihn die Energie.

Fettzellen sind schön – unterm Mikroskop

Als sättigender - im Idealfall wohlschmeckender - Energiespeicher landen Lebensmittel jeden Tag auf unserem Tisch. Aber wo ist am Ende mehr Energie drin? In Salami oder im Käse? In Tomaten oder im Orangensaft? Mit dem „Energiespiel“ können Besucher ihr Wissen testen und gleichzeitig den Bundeslebensmittelschlüssel mit seinen fast unbegrenzten Daten zu dem, was wir essen kennenlernen. Die verzehrte Energie im menschlichen Körper steht bei einer der verschiedenen Führungen im Fokus: Was wird aus der Energie, die nicht verbraucht wird? Ein Mikroskop zeigt Fettzellen aller Art aus nächster Nähe. Braunes und weißes Fettgewebe - für was ist es gut und wo liegt das Risiko eines zu großen Energiespeichers im Körper? Wie wäre es, wenn man plötzlich zehn Kilo mehr wiegen würde? Einfach den medizinisch geprüften Übergewichtsanzug überziehen und versuchen, auf eine Leiter zu klettern oder auch nur vom Sitzen aufzustehen.

Fermentation: Vom Sauerkraut bis zum Schimmelkäse

Max Rubner hat keineswegs nur zu Energie geforscht, sondern war als Physiologe und Mediziner sehr vielseitig interessiert. Zur modernen Ernährungs- und Lebensmittel¬forschung gibt es viele Bezüge. Hoch aktuell ist etwa das Thema Fermentation. Die Techniken, Lebensmittel lange haltbar zu machen, sind Kulturgut und Kulinaristik in Einem. Viele dieser Methoden beruhen darauf, „gute Bakterien“ zu fördern und die „schlechten Bakterien“ an der Vermehrung zu hindern. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von allen Standorten des Max Rubner-Instituts von Kiel bis Kulmbach präsentieren in Karlsruhe fermentierte Lebensmittel und die Bakterien, die dafür zuständig sind. Selbst Do-it-yourself-Fans kommen beim Live-Fermentieren ganz auf ihre Kosten. Ein Stand von „Slow Food Karlsruhe“ ergänzt das Informationsspektrum zu diesem und zu weiteren Themen.

Exotische und heimische Superfoods: Bittergurke trifft Erbse

Wer die süß-sauren Produkte nicht mag, interessiert sich vielleicht für das sogenannte Superfood: im Gewächshaus wachsen seltsame Gebilde, die Bittergurken. Wer mag darf probieren – nebenbei erklären Experten vom „Ernährungszentrum im Landkreis Karlsruhe“ und MRI, was es mit dem Superfood auf sich hat. Ein „super“ Lebensmittel sind in jedem Fall die Hülsenfrüchte: ein „Erbsomat“ spuckt auf Wunsch Trockenerbsen fürs Selberkochen aus – dazu gibt es spannende Informationen zu Leguminosen und Ballaststoffen.

Ganz praktisch: Lebensmittel-Lagerung, Kochbücher und Eis

Praktische Tipps gibt es am Stand zur Lagerung von Obst und Gemüse. Und wer jetzt so richtig Lust bekommen hat zu kochen, geht einfach zum Kochbuch-Regal und findet dort vielleicht genau das Buch, das das passende Rezept enthält. Bringen Sie gerne im Tausch ein schon „ausgekochtes“ eigenes Exemplar mit.

Vorträge und Laborführungen

Das vielfältige Vortragsangebot am Tag der offenen Tür ist genau das Richtige, um in kurzer Zeit möglichst viel zu erfahren. Einen intensiven Blick in die Arbeit der Wissenschaftler bieten Führungen zu so spannenden Themen wie der Immunforschung, der Forschung mit dem Rasterelektronenmikroskop oder in das Studienzentrum, in dem mancher Karlsruher schon einmal an einem Projekt teilgenommen hat ...

Das Max Rubner-Institut feiert den 10. Geburtstag übrigens an jedem seiner vier Standorte mit einem Tag der offenen Tür. Detmold hat bereits eröffnet, am 8. Juli folgt Karlsruhe, Kiel öffnet seine Tore im Herbst und Kulmbach beendet im Oktober schließlich das MRI-Tag-der-offenen-Tür-Quartett. Ein Institut – viele Forschungsthemen: An jedem Standort werden ganz unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt.

Flyer Programm Tag der offenen Tür Karlsruhe (pdf)

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