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Aktuelles

Abschlussveranstaltung des FEI-Projektes „3-MCPD in Fischerzeugnissen“

Am Standort des Max Rubner-Instituts in Hamburg fand Ende Oktober die Abschlussveranstaltung des 2,5-jährigen Forschungsprojektes „Minimierung von 3-MCPD in Fischerzeugnissen“ statt. Unter Federführung des Instituts für Sicherheit und Qualität bei Milch und Fisch des MRI diskutierten 14 Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen der fischverarbeitenden Industrie vom Fischstäbchenhersteller bis hin zum Räucherfischverarbeiter, des Bundesverbandes der Deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels, des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) und der HAW Hamburg die umfangreichen Forschungsergebnisse. Dr. Ute Ostermeyer (MRI) und MSc. Sybille Merkle (HAW Hamburg, Doktorandin von Prof. Fritsche) konnten zeigen, dass die Bildung von 2/3-MCPD-Fettsäureester im Wesentlichen von den angewandten Frittiertemperaturen und den Standzeiten der Frittieröle abhängen, weniger von den Salzgehalten der Panaden bzw. Marinaden der Fischerzeugnisse. Des Weiteren konnte gezeigt werden, dass freies 3-MCPD nur in geringen Mengen im Räucherrauch moderner Anlagen gebildet wird und nicht durch endogene Synthese in den Räucherfischen entsteht. Neben der Publikation der Forschungsergebnisse in peer-reviewten Fachzeitschriften wird ein Praxisleitfaden zur Minimierung von freiem und verestertem 2/3-MCPD und Glycidylfettsäureester in frittierten und geräucherten Fischerzeugnissen erstellt, der über die involvierten Fachverbände insbesondere an kleine und mittelständische Unternehmen kommuniziert werden soll. Somit wird sichergestellt, dass die Forschungsergebnisse zur Minimierung dieser Prozesskontaminante in der Praxis der Fischverarbeitung Anwendung finden.

FEI-Kurzbericht, Projekt AiF 18577 N (pdf)

Das o.g. IGF-Vorhaben der Forschungsvereinigung Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI), Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn wird/wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.