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Aktuelles

Max Rubner-Institut unter neuer Leitung

Prof. Pablo Steinberg zum Präsidenten berufen

Prof. Dr. Pablo Steinberg, Direktor des Instituts für Lebensmitteltoxikologie und Chemische Analytik an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zum neuen Präsidenten des Max Rubner-Instituts berufen. Prof. Steinberg wird damit Nachfolger von Prof. Dr. Gerhard Rechkemmer, der Ende August 2016 in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Professor Steinberg studierte Biochemie und promovierte in diesem Fach an der Universität Buenos Aires. Er habilitierte für das Fach Toxikologie an der Universität Mainz und arbeitete unter anderem im Rahmen eines Stipendiums der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Universität in verschiedenen Funktionen. 1998 wurde er Inhaber des Lehrstuhls für Ernährungstoxikologie am Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Potsdam, wo er 2002 zum geschäftsführenden Direktor des Instituts für Ernährungswissenschaft ernannt wurde. 2008 schloss sich die Professur für Lebensmitteltoxikologie und Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover an. Zugleich wurde Professor Steinberg dort zum Direktor des Instituts für Lebensmitteltoxikologie und Chemische Analytik ernannt.

Professor Steinberg ist seit 2003 in der Senatskommission zur gesundheitlichen Bewertung von Lebensmitteln (SKLM) der Deutschen Forschungsgemeinschaft, deren Vorsitzender er 2014 wurde. Er war Mitglied und ist seit 2014 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund. Auch im Wissenschaftlichen Beirat des Max Rubner-Instituts ist Professor Steinberg bereits seit 2009 Mitglied – seit 2014 hat er den Vorsitz des Gremiums inne.
 
Wissenschaftlich hat sich Professor Steinberg intensiv mit Fragestellungen zur Risikobewertung von Lebensmittelkontaminanten und -rückständen sowie von bestimmten Verbindungen, die beim Erhitzen von rotem Fleisch entstehen, auseinandergesetzt. In großen europäischen Verbundprojekten forscht er zu Sicherheitsfragen von gentechnisch veränderten Lebensmitteln. Immer wieder ist er öffentlich für eine sachorientierte und überprüfbare Forschung, gerade auch auf gesellschaftlich intensiv diskutierten Gebieten, eingetreten.

Die Aufgabe der Ressortforschung, wissenschaftliche Ergebnisse aus der Forschung für weite gesellschaftliche Kreise verständlich und nutzbar zu machen, stellt für ihn einen besonderen Anreiz und eine Herausforderung in der neuen Position dar.  Seine hervorragende Vernetzung, sowohl national als auch international, ist hierfür eine sehr gute Basis.