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Gründung der Deutschen Agrarforschungsallianz

Hubert Wiggering, Sprecher des kommissarischen Vorstands der DAFA

Im Januar 2011 haben 53 Forschungseinrichtungen, Institute und Fachbereiche – darunter auch das Max Rubner-Institut - die Deutsche Agrarallianz (DAFA) gegründet. Mitglieder am Gründungstag waren 26 Einrichtungen aus Universitäten und Hochschulen, 14 Einrichtungen der Bundes- und Länderressortforschung sowie 13 weitere außeruniversitäre Forschungsinstitute. Damit bilden die Ressortforschung, die universitäre Forschung sowie die außeruniversitäre Forschung einen Schulterschluss, der ein gebündeltes Auftreten bei gleichzeitig breit gefächerter Expertise garantiert.

„Es gibt so viele komplexe, teils global relevante Fragen im Bereich Ernährung und Landwirtschaft, zu denen wir bisher oft nur Teillösungen anbieten konnten“, begrüßte Hubert Wiggering, Sprecher des kommissarischen Vorstands der DAFA, die anwesenden Wissenschaftler zur Gründung der Deutschen Agrarforschungsallianz. „Wir haben jetzt die Chance, Themen strategisch zu bündeln und daraus Forschungsprogramme zu machen. Und es hat sich bereits herumgesprochen: Die Agrarszene formiert sich.“

Erste Tat der Mitgliederversammlung war die Verabschiedung einer Satzung für die DAFA und die Wahl des Vorstandes: Die DAFA-Mitglieder wählten fünf Vertreter verschiedener Forschungsrichtungen in ihren Vorstand:

  • Prof. Dr. Gerhard Rechkemmer (Max Rubner-Institut, Karlsruhe)
  • Prof. Dr. Jürgen Braun (Fachhochschule Südwestfalen, Soest)
  • Dr. Kay-Uwe Götz (Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Freising-Weihenstephan)
  • Prof. Dr. Thomas Jungbluth (Universität Hohenheim)
  • Prof. Dr. Hubert Wiggering (Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung, Müncheberg)

Wesentlich ist nicht nur die Zusammenarbeit über Disziplinen hinweg, es geht auch darum, von der Grundlagenforschung bis zur angewandten Wissenschaft an einem Strang zu ziehen.
Auf den Weg gebracht wurden deshalb bereits die ersten Fachforen: In einem Forum werden Wissenschaftler die derzeitigen Tierhaltungssysteme auf den Prüfstand stellen und mögliche Alternativen erarbeiten. Ein zweites Forum widmet sich dem zukunftsträchtigen Bereich der stickstoffbindenden Eiweißpflanzen (Leguminosen): Hülsenfrüchte – Vom Anbau bis auf den Teller.

Die DAFA hat sich zum Ziel gesetzt, der deutschen Agrar- und Ernährungsforschung durch einen starken Verbund auf deutscher, europäischer und internationaler Ebene ein Gesicht und eine deutlich vernehmbare, strategische Stimme zu geben. Mit der Gründung haben sich mehr als die Hälfte aller Wissenschaftler aus der gesamten Agrarforschungsszene von den Umwelt- und Geowissenschaften, über den Forst- und Agrarbereich bis zur Tiermedizin und den Ernährungs- und Lebensmittelwissenswissenschaften zur DAFA bekannt.