Institut für Sicherheit und Qualität bei Getreide
Die wissenschaftlichen Arbeiten des Institutes für Sicherheit und Qualität bei Getreide haben die Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ hochwertigen und gesundheitlich unbedenklichen Lebensmitteln aus Getreide, Kartoffeln, Ölsaaten und sonstigen Ölpflanzen, Pseudocerealien und Leguminosen zum Ziel. Die Sicherheits- und Qualitätsaspekte betreffen Rohstoffeigenschaften, Produktion, Ernte, Lagerung, Verarbeitung und Vermarktung.
Konkret werden die ernährungsphysiologisch wertgebenden Bestandteile der Rohstoffe, zum Beispiel Ballaststoffe oder essentielle Fettsäuren, erfasst, ebenso wie unerwünschte natürlich vorkommende (z.B Mykotoxine, Schwermetalle) oder produktions- und umweltbedingte Inhaltsstoffe (z.B. Pestizide). Weiterer Aspekt für die Charakterisierung der Rohstoffqualität ist die Verarbeitungseignung.
Ein wichtiges Forschungsthema ist die Optimierung der Lagerung und der Verarbeitungstechnologie bei der Herstellung rohstoff-spezifischer Lebensmittel. Ziel ist es, ernährungsphysiologisch wertgebende Bestandteile zu erhalten oder deren Bildung anzuregen und unerwünschter Inhaltsstoffe (Maillard-Produkte, Raffinationsartefakte, Kontaminanten) zu minimieren oder ganz zu vermeiden. Im Bereich Lipidforschung wird unter anderem zum Einsatz von Enzymen pflanzlicher, tierischer und mikrobieller Herkunft als Biokatalysatoren geforscht.
Die Wissenschaftler des Instituts arbeiten an der Optimierung, Isolierung und/oder Anreicherung ernährungsphysiologisch relevanter Inhaltsstoffe und – in Kooperation mit Forschungspartnern – Charakterisierung von deren gesundheitsfördernder und/oder krankheitsvermeidender Wirkung. Sensorische Prüfungen gehören zum Arbeitsgebiet des Instituts, wie auch die Entwicklung und Normung von Analysemethoden (DIN, CEN, ISO, ICC, AACC, ASU § 64 LFGB).
Eine besondere Aufgabe des Instituts für Sicherheit und Qualität bei Getreide ist die jährliche Bewertung der Verarbeitungsqualität und des Gehaltes an Mykotoxinen, Schwermetallen und Pflanzenbehandlungsmittelrückständen des deutschen Brotgetreides im Rahmen der „Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung“ (BEE) auf der Basis des Agrarstatistikgesetzes. Auch die so genannte Wertprüfung, das heißt die Prüfung der Verarbeitungseignung von Getreide- und Kartoffelstämmen im gesetzlichen Zulassungsverfahren neuer Sorten durch das Bundessortenamt wird jährlich am Standort Detmold durchgeführt.


